Was ist Wellpappe?

Über Wellpappe gibt es viele Informationen im Internet. Wir beschreiben die wichtigsten Informationen, die zur Bestimmung der richtigen Wellpapp-Sorte notwendig sind.

Für die Auswahl der richtigen Wellpapp-Sorte ist es wichtig zu wissen:

  • welches Gewicht kommt in die Verpackung
  • wird die Verpackung gestapelt oder nur zum Versenden verwendet
  • wo wird der Karton verwendet (z. B. bei Export kommt Feuchtigkeit als Komplikation hinzu)

Wieso diese Informationen wichtig sind und welche Faktoren zur Entscheidung der richtigen Wellappsorte beitragen, können sie im unten stehenden Text erfahren.

Vor über 100 Jahren hat die Wellpappe seinen Siegeszug in der Verpackungsindustrie angetreten. Diese löste damals die verwendeten Holzsteigen ab. Das besondere an der Wellpappe ist die Struktur. Es ist eine Leichtbauweise: wenig Gewicht bei maximaler Belastbarkeit.

In der Wellpappen-Anlage werden über Walzen mehrere Lagen Papier mit einander verleimt. So bekommen die Wellen-Lagen über eine beheizte Riffelwalze ihr sinus-artiges Aussehen, das gleichzeitig der Garant für die hohe Stabilität ist.

Grundsätzlich unterscheidet man zwischen einseitiger, einwelliger und mehrwelliger Wellpappe. Bei der einseitigen Wellpappe wird lediglich auf einer Seite des Wellenpapiers eine Lage Papier verleimt. Diese Wellpappsorte wird auch als offene Wellpappe bezeichnet. Die einwellige Wellpappe besteht aus einer Lage Wellenpapier und auf jeder Seite einer Lage Papier. Bei der mehrwelligen Wellpappe werden noch eine Lage Wellenpapier und Deckenpapier verleimt. Kommt dann noch eine Lage Wellenpapier mit Deckenpapier hinzu, spricht man von dreiwelliger Wellpappe. 4-wellige Wellappe gibt es auch, wird aber nur in bestimmten Bereichen eingesetzt. Dies wird häufig als Holzersatz verwendet. Alle Wellpappensorten mit mehr als 1x Wellenpapier wird als mehrwellig bezeichnet.

Aus dieser Bezeichnung ergeben sich auch die näheren Sortenbeschreibungen. Wellpappe wird wie folgt benannt: X.Y Z-Welle, z. B. 2.50 BC. X Steht hierbei für die grundsätzliche Sorte: 1 steht für einwellig, 2 steht für mehrwellig; 3 wie oft angegeben, ist aber laut der DIN-Norm nicht korrekt.

Y steht hierbei für die Qualität. Die Zahl steht ursprünglich für das Flächengewicht der Wellpappe, das in g/m² angegeben wird. Die 50 aus unserem Beispiel steht aber nicht für 50 g/m², sondern für 500 g/m². Diese Bezeichnung ist lediglich bei den genormten VDW-Qualitäten noch aktuell. Was genau hinter einer Bezeichnung steckt, ist sehr vielfältig und von Wellpappen-Herstellern zu Wellpappen-Hersteller unterschiedlich. Wichtig ist daher sich Wellpappsorten aufgeschlüsselt anbieten zu lassen, um besser den Preis vergleichen zu können.

Nicht nur die Qualität ist wichtig, sondern auch die eingesetzten Papiersorten. Es wird zwischen Kraftliner, Testliner und Schrenz bei den Deckenpapieren, sowie zwischen Wellenstoff und Halbzellstoff bei den Wellenpapieren unterschieden. Viele weitere Papiersorten tauchen in der Branche auf, da hier ein großer Preiskampf herrscht. Dies führt dazu, dass viele Ersatzsorten verwendet werden, die man nicht auf Anhieb erkennt. Andere Papiersorten bedeuten aber auch andere Eigenschaften bei der Wellpappe. Eine Kraftliner z. B. wird aus Frischfasern hergestellt und hat daher einen hohen Weiterreißfestigkeit, eine hoher Berstfestigkeit und einen hohen Stauchwiderstand.

Fazit aus der ganzen Erklärung sollte für Sie sein, dass Wellpappe nicht gleich Wellpappe ist.